Bitcoin einfach erklärt

Wenn man an Kryptowährungen denkt, fällt vermutlich den meisten als erstes Bitcoin ein. Das Bitcoin-Netzwerk hat mit großem Abstand die meisten Netzwerkteilnehmer und gilt daher als sicherste und stabilste Kryptowährung. Bitcoin gilt deswegen als sicher, weil es weitestgehend ein dezentrales Netzwerk ist und von den Teilnehmern gemeinsam genutzt wird.


Der Bitcoin-Standard: Die dezentrale Alternative zum Zentralbankensystem

In Der Bitcoin-Standard führt Wirtschaftswissenschaftler Saifedean Ammous den Leser durch die faszinierende Historie verschiedener Formen von Geld. Er erkundet, was diesen unterschiedlichen Technologien ihren monetären Status gab und wie sie ihn wieder verloren, was uns das über die wünschenswerten Eigenschaften von Geld lehrt und wie Bitcoin versucht diese zu erfüllen.


Eckdaten

  • Erscheinungsjahr: 2009
  • Erfinder: Satoshi Nakamoto (Pseudonym)
  • Erster Wechselkurs: 0,08 USD
  • Am 17.12.2017 fast 20.000 Dollar Marke geknackt

 

Wie funktioniert der Bitcoin?

Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, der Blockchain, in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen und kann länderübergreifend eingesetzt werden. Lediglich eine Internetverbindung ist erforderlich. Die Gesamtanzahl von Bitcoin ist auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt und ist somit eine begrenzte Ressource, die im Gegensatz zu unserem bekannten Fiat-Geld deflationär ist.

Bitcoin gilt als Pseudoanonym. Auch wenn der Aufstieg von Bitcoin ursprünglich im Darknet begann, wird die beliebte Währung heutzutage eher weniger als anonymes Zahlungsmittel für illegale Transaktionen verwendet. Der Grund: die Beschaffenheit der Bitcoin-Blockchain. Dort wird jede Transaktion transparent gespeichert. Zu diesen Daten gehören sowohl die Menge der Bitcoins als auch die Daten des Absender und Empfängers. Dabei werden in der Blockchain zwar keine Namen in Klartext angezeigt, es ist allerdings mit großem Aufwand technisch möglich, die Bitcoin-Adressen echten Personen zuzuordnen.


Wie werden Transaktionen ausgeführt?

Für die Entstehung und Validierung der Transaktion von Bitcoin sind die Knoten (Nodes) sowie die Miner zuständig. Miner sind Mitglieder im dezentralen Netzwerk die für das schließen und eröffnen neuer Blöcke zuständig sind, die Blöcke wiederum enthalten die Transaktionen die damit bestätigt werden.

Damit die Transaktionen auch tatsächlich vonstattengehen, müssen die Blöcke, durch entschlüsseln sehr schwerer Rechnungen, geknackt werden. Erst sobald dieses Entcoden geschehen ist, wurde auch die Transaktion tatsächlich ausgeführt. Das Knacken wird von den Minern übernommen, gleich mehrere Miner versuchen gleichzeitig das Rätsel des letzten Blocks aus der Blockchain zu entschlüsseln. Jedoch schafft es immer nur ein Miner. Dieser wird dann, für seine zur Verfügung gestellten Rechenleistung, mit Bitcoin belohnt. Die Belohnung beträgt aktuell 12.5 Bitcoin pro gelöstes Rätsel. Bei einer durchschnittlichen Dauer von 10 Minuten werden pro Tag etwa 1800 Bitcoin ausgegeben. Diese Ausgabe wird etwa alle 4 Jahre um die Hälfte reduziert und wird halving genannt. Mehr dazu erfährst du in diesem Bericht.

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