Chainlink einfach erklärt

Stell dir vor, dass du eine Reiseversicherung abschließen möchtest. Speziell geht es um die Pünktlichkeit deines Fluges. Dazu musst du ein Versicherungsunternehmen finden, die Bedingungen abklären, Gebühren bezahlen und im Fall einer tatsächlichen Verspätung, die Daten einreichen und dich mit deinem Versicherungsberater streiten. Dieses Problem lässt sich auf einer dezentralen Blockchain als Smart-Contract hinterlegen, sodass es zu einer automatisierten Auszahlung kommt, wenn der Flug die vertraglich festgelegte Zeit nicht einhalten kann. Der Vorteil liegt auf der Hand. Es besteht nur ein Problem: Woher bekommt der Vertrag in der Blockchain die Flugdaten, um eine automatische Auszahlung zu generieren? Innerhalb einer Blockchain ist die Sicherheit sehr groß und die Marktteilnehmen vertrauen sich gegenseitig. Sobald jedoch Daten von Außerhalb in die Blockchain gelangen sollen, gibt es eine Lücke im System, sodass dies ein Sicherheitsproblem darstellt. Genau hier setzt Chainlink an und will eine Verbindung von der Blockchain in die reale Welt aufbauen. Anmerkung: Das gleiche Problem besteht auch, wenn unterschiedliche Blockchain Projekte miteinander kommunizieren sollen. Jede Verbindung nach draußen stellt ein Vertrauensproblem dar.

Das Lösungsprinzip

Um externe Daten in eine Blockchain zu bekommen, will Chainlink mehrere Adapter, sogenannte Oracels, an die Blockchain hängen und diese Oracels sagen der Blockchain dann, wie viele Minuten der Flug Verspätung hatte. Hinter diesen Adaptern können beispielsweise Flughäfen und/oder Fluggesellschaften sitzen, die die Flüge tracken und diese Daten zur Verfügung stellen. Es ist aber auch Möglich als Flugteilnehmer die Ankunftszeit als Oracle dem Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Im Grunde kann man sich die Antworten der Oracels anschauen und auf Basis der relativen Häufigkeit eine Wahrscheinlichkeit für die korrekte Antwort berechnen. Je mehr Oracels, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort der Masse korrekt ist. Für jede (wahrscheinlich) korrekte Antwort bekommen die Oracels eine Belohnung in Form von Link Token, der eigenen Kryptowährung. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob es eine eigene Währung braucht. Darüber lässt sich sicherlich streiten, jedoch sorgt ein hoher Kurs und damit eine hohe Belohnung an Link für Sicherheit, mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Bei falschen Angaben der Oracels würde der Kurs der Währung fallen und damit die Belohnung der Oracels sinken. Dadurch würde das Interesse an der Chainlink-Lösung sinken. Würde die Bezahlung beispielsweise in Bitcoin erfolgen, würden falsche Angaben der Oracels zwar auch aufgedeckt werden, allerdings ist dann die Sicherheit des Systems und damit der der Wert schwierig zu messen.

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